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Schimpfen war für mich eine zeitlang fast Alltag. Ich habe früher sehr viel mit meinen Kindern geschimpft. Und es war mir überhaupt nicht bewusst. Ich war eingespannt zwischen Job, Haushalt und Kindern und ich hatte einfach keine Energie, mich anderweitig mit meinen Kindern auseinander zu setzen. Schimpfen war für mich die schnellste Lösung, um Ruhe zu bekommen. Dabei habe ich mich aber immer schlecht gefühlt und dachte mir, dass ich das auch anders hätte lösen können.

 

Heute schimpfe ich nur noch extrem selten. Dann bemerke ich es auch sehr schnell, atme einmal tief ein und schlage einen anderen Weg ein. Weil ich Alternativen gefunden habe, die sehr viel besser sind. Sie tun mir gut und sie tun meinen Kindern gut. Und sie haben unser Miteinander deutlich verändert. Sie haben uns ganz eng zusammenwachsen lassen. Wie oft höre ich von meinen Kindern, dass sie mich lieben. Das war früher nicht so. Und noch etwas: Meine Kinder sind inzwischen so selbstbewusst und sensibel, dass sich mich darauf hinweisen, wenn mein Ton mal nicht stimmt. Das finde ich toll und bewundere sie dafür! Und ich bin ihnen dankbar, weil ich die Chance habe, einen anderen Weg einzuschlagen.

 

So war das bei mir. Ich kenne keine Mutter, die nicht mit ihren Kindern schimpft. Ich kenne aber auch keine Mutter, die danach nicht irgendwie ein schlechtes Gewissen hat. Wie ist es bei dir? Ist dir das schon einmal aufgefallen und du möchtest gerne etwas verändern? Statt schimpfen mal etwas Anderes ausprobieren? Auf dein Kind zugehen, statt es durch deine Worte von dir zu entfernen? Dann habe ich ein paar tolle Ideen für dich!

 

 

Was genau passiert beim Schimpfen?

Du weißt es sicherlich schon: Objektiv betrachtet bringt das Schimpfen überhaupt keinen Vorteil. Man hat zwar schnell seinen inneren Druck abgelassen, aber das war es dann auch. Man selbst fühlt sich danach sehr schnell schlecht, dein Kind auch und andere Beteiligte wirken auch bedrückt. Es herrscht dicke Luft.

Auf einer anderen Ebene, nämlich im Inneren des Kindes, spielt sich aber noch etwas ganz Anderes ab: Dein Kind bekommt vermittelt, dass es etwas falsch gemacht hat. Durch das Schimpfen wird jegliche Kommunikation und damit die Möglichkeit, das eigene Verhalten zu korrigieren, völlig abgeblockt. Dein Kind steht dadurch im Rang unter dir und ihr seid nicht mehr auf Augenhöhe. Und genau das prägt dein Kind. Sicherlich nicht beim ersten oder zweiten Mal. Aber steter Tropfen hölt den Stein und irgendwann manifestieren sich innerlich negative Glaubenssätze. Diese Glaubenssätze tragen wir so lange mit uns herum, bis wir sie bemerken und auflösen. Manche Menschen bemerken sie nie, wundern sich aber, warum sie bei manchen Dingen an ihre Grenzen stoßen. Vielleicht hast du auch noch ein paar solcher Grenzen? Woher mögen sie kommen?

Das kannst du gegen das Schimpfen tun

 

Mach es dir leicht und fange erst einmal an, dich selbst zu ertappen. Jedes Mal, wenn du mit deinem Kind schimpfst und merkst, dass ihr nicht auf Augenhöhe seid, dann kreuze deine Finger. Mehr musst du erst einmal gar nicht tun. Wenn du magst, kannst du dir noch ein kleines „Schimpf-Büchlein“ zulegen und kurz eintragen, was genau eigentlich geschehen ist. Es hilft dir, Muster in deinem Verhalten zu erkennen und dich selbst besser kennen zu lernen.

 

Wenn du dich eine Weile beobachtet hast, weißt du, in welchen Situationen du typischerweise schimpfst, wie es abläuft und wer sich wie verhält. Das ist deine Grundlage, um Veränderungen anzustoßen.

Wenn du dir diese Grundlage geschaffen hast, hier habe ich noch ein paar konkrete Tipps mit großer Wirkung für dich. Sie helfen dir, in Zukunft gelassener zu bleiben und statt zu schimpfen, doch einmal genauer hinzusehen.

 

 

  • Hole tief Luft und sprich erst mit deinem Kind, wenn du dir sicher bist, dass du etwas Freundliches sagen kannst.
  • Wie ist die Stimmung? Wenn du oder dein Kind schlecht drauf seid, verschiebt das Gespräch lieber. Findet einen Zeitpunkt, an dem die Emotionen heruntergefahren sind und ihr in Ruhe sprechen könnt.
  • Benötigt dein Kind vielleicht Hilfe und du kannst es unterstützen?
  • Statt zu schimpfen: „Du lässt ja alles fallen!“ Formuliere doch lieber einen Tipp: „Wie wäre es, wenn du zwei Mal läufst. Dann fällt dir nicht alles herunter und du kommst schneller voran!“ Ganz prima ist es, wenn du dein Kind vorher fragst, ob es einen Tipp überhaupt hören möchte.
  • Frage dich: Ist das hier jetzt so wichtig, dass ich überhaupt etwas sagen muss?
  • Frage dich, ob du immer eine fertige Lösung anbieten musst. Wie wäre es mit einer offenen Frage: Hast du eine Idee, wie wir das machen können? Oder: Was ist dir gerade jetzt wichtig? Sofort ist dein Kind involviert und kommt ins nachdenken. Weg aus der schlechten Situation in zu einer Lösung.

Du hast Lust loszulegen? Dann wünsche ich dir ganz viel Freude bei deiner Entdeckungsreise! Du wirst sehen, was deine veränderte Kommunikation bei deinen Kindern und bei dir Positives bewirkt. Und dein verändertes Verhalten verhilft dir auch zu mehr innerer Kraft und Ruhe.Pfeile-gezeichnet-18

 

 

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