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Hausaufgaben! Was für ein Thema. Ich selbst hätte wahrscheinlich erst einmal nicht darüber geschrieben. Aber mit diesem Artikel beteilige ich mich an der Blogparade #HausaufgabenfuersLeben von Frau Mutter.

 

Ich habe eine Problem

Jetzt wundert ihr euch sicherlich, warum ich nicht von selbst über Hausaufgaben geschrieben hätte. Das hat einen ganz klaren Grund: Ich hasse Hausaufgaben! Ehrlich! Bereits als Schülerin habe ich den Sinn und Zweck nicht wirklich erkennen können. Hausaufgaben haben mir nur Zeit geraubt. Zeit, die ich lieber mit Freunden und Hobbies verbracht hätte. Zeit, um meinen Kopf wieder frei und fit für den nächsten Schultag zu machen. Ehrlich gesagt, habe ich oft die Hälfte vergessen zu erledigen. Das hat zusätzlich dafür gesorgt, dass ich mich deswegen am nächsten Schultag schlecht gefühlt habe. Zumindest eine zeitlang. Platz für neuen Lernstoff war dann selbstverständlich nicht vorhanden.

Mein Abi habe ich trotzdem gemacht. Nicht gerade gut. Dafür war mein Studium sehr erfolgreich. Aber da gab es ja auch keine Hausaufgaben mehr 🙂

Heute sitzt mein Sohn (2. Klasse) zu Hause vor dem gleichen Thema. Und ich habe ein Problem: Wie soll ich meinem Sohn erklären, dass er ordentlich seine Hausaufgaben machen soll, wenn ich sie selbst schrecklich und größtenteils überflüssig finde?

 

Hausaufgaben neu denken

Mir wäre es am Liebsten gewesen, meinem Sohn jeden Tag eine Entschuldigung zu schreiben:

„Liebe Frau Lehrerin, mein Sohn musste gestern Nachmittag spielen und hatte keine Zeit für seine Hausaufgaben.“

Aber das geht leider nicht. Deshalb blieb mir nichts anderes übrig, als mich mit dem Thema auseinander zu setzen und meine eigenen Glaubenssätze zu überprüfen. Eine Grundvoraussetzung, damit ich meinen Sohn überhaupt unterstützen konnte. Ich habe viele Glaubenssätze gefunden und gründlich ausgemistet.

 

Und dann habe ich etwas sehr Wichtiges getan:

Ich habe mir überlegt, wie wir aus dem öden Hausaufgabentrott heraus kommen und das Ganze interessanter und vor allem mit mehr Spaß gestalten können.

Einige von euch wissen ja, dass ich auch Lerncoach für Schüler bin. Und das Wichtigste, was ich meinen Schülern mitgeben kann sind drei Dinge:

  1. Sorge dafür, dass der Lernstoff für dich interessant wird
  2. Sieh dich nach alternativen Lernwegen um (es muss nicht immer das „Pauken aus dem Buch“ sein)
  3. Belohne dich für Erfolge!

Und genau das habe ich mit meinem Sohn auch gemacht.Wir rechnen mit Legosteinen und hauchen den trockenen Deutschtexten Leben ein. Und wir schauen, ob es Parallelen zur Natur gibt (und die gibt es immer!), so dass er der Lernstoff greifbarer wird. An Belohnungen denken wir natürlich auch. Das müssen nicht immer Süßigkeiten oder neues lego sein. Auch das Draußenspielen nach den Hausaufgaben ist (noch!) eine Belohnung.

 

Ein kleines Beispiel

Mein Sohn ist nicht gerade sorgfältig und das Schreiben von Texten fällt ihm eher schwer. Wir hätten uns jetzt hinsetzen und zusätzlich Texte üben können. Das Gesicht meines Sohnes zu diesem Vorschlag kannst du dir sicherlich gut vorstellen… . Und ehrlich gesagt halte ich von einem reinen „Mehr“ von dem, was schwierig ist und schlecht funktioniert, nicht sehr viel. Und trotzdem habe ich ihn einen Text schreiben lassen:

 

Ich bin ein Mensch, der…

Hier konnte er alles aufschreiben, was er gerne tut und was ihm gut gelingt. Was meinst du, wie schnell und gut der Text geschrieben war? Und einen tollen Nebeneffekt hatte es ebenfalls: Mein Sohn hat sich einmal klar gemacht, welche Fähigkeiten und Talente er hat. Das macht ihn stark und lässt sein Selbstvertauen wachsen.

 

Selbstvertrauen durch Hausaufgaben – cool, oder?

 

Es ist so einfach. Auch die Schule könnte solche Ideen leicht umsetzen und in die aktuellen Lehrpläne integrieren. Leider sitzt mein Sohn da und schreibt Sätze aus einem Frau Holle Märchen ab. Schade…

 

 

Wie geht es dir mit dem Thema Hausaufgaben? Schreib es doch in die Kommentare!

 

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